Vorlesewettbewerb 2020

Vom „Fliegenden Klassenzimmer“ bis „Momo“


Ganz ohne Publikum fand der diesjährige Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels an der Realschule Taufkirchen/Vils statt. Trotzdem hatten die Teilnehmer viel Spaß an der Veranstaltung.
In allen sechsten Klassen der RST wurde vorab ein Klassensieger ermittelt. Kürzlich traten diese beim Schulentscheid gegeneinander an. Sie durften hierbei ihr großes Können in zwei Leserunden unter Beweis stellen. In der ersten Leserunde wurde aus einer selbst mitgebrachten Lektüre gelesen und die Jury bekam viele spannende Geschichten, unter anderem aus dem „Fliegenden Klassezimmer“ von Erich Kästner, zu hören. In der zweiten Runde durften die Teilnehmer aus dem Roman „Momo“ von Michael Ende vorlesen.
Die Entscheidung fiel heuer sehr knapp aus. Die Jury, bestehend aus den Deutschlehrkräften Marianne Weindl, Barbara Antholzer und Anja Schwaneberg, konnte sich nur schwer entscheiden.
Am Ende ging Lukas Mayer aus der Klasse 6b als Sieger hervor. Er hat beide Runden mit Bravour gemeistert. Dicht gefolgt wurde er von Alina Eichner aus der Klasse 6d. Den dritten Platz konnten Antonia Schmid (6c) und Carla Hillebrand (6a) belegen.
Als Belohnung für so viel Lesekompetenz durften sich die Teilnehmer ein Buch aus einer fachkundig zusammengestellten Auswahl aussuchen. Diese hatte Frau Sauer aus der Buchhandlung Dorfen bereitgestellt.

 

 

Vorlesetag 2020

Vorleseaktion an der Realschule Taufkirchen/Vils zum bundesweiten Vorlesetag am 20.11.2020


Anlässlich des bundesweiten Vorlesetags am 20. November hatte die Realschule Taufkirchen/Vils ursprünglich für alle fünf 5. Klassen eine mehrstündige Vorleseaktion mit 2 Lesepaten pro Klasse geplant. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen war das Vorhaben in der angedachten Variante schließlich nicht mehr möglich, zumal sich vier der Klassen in häuslicher Quarantäne befanden.
So wurde die einzig verbliebene Klasse 5d geteilt, um in zwei Räumen die Katzengeschichte „Nero Corleone“ von Elke Heidenreich kennenzulernen. Die Deutschlehrerinnen Karin Diepold und Judith Heugel fungierten als Vorleserinnen. Gespannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler die Abenteuer des jungen Katers Nero und seiner Schwester Rosa, die auf einem Bauernhof in Italien geboren wurden. Nachdem sie Freundschaft mit einem deutschen Ehepaar geschlossen haben, das ein Ferienhaus neben dem Bauernhof besitzt, treten sie schließlich die Reise im Auto mit nach Deutschland an, um fortan mit Isolde und Robert zu leben.
Um Abwechslung zu bieten, wurde das Vorlesen an geeigneten Stellen unterbrochen, damit Höraufträge gestellt und besprochen werden konnten oder Mutmaßungen von den Kindern zum weiteren Verlauf der Geschichte angestellt wurden. An einer Stelle sollten die Schülerinnen und Schüler einen kreativen Schreibauftrag umsetzen: Es galt, einen Dialog zwischen Isolde und Robert fortzusetzen, von dem nur der Anfang vorgegeben war. Im Anschluss durften Freiwillige ihre Schreibprodukte vorlesen. Es konnten hierbei sehr gelungene Ergebnisse präsentiert werden.
Alle waren sich einig, dass der Vorlesetag eine gelungene Aktion war, die den Beteiligten wirklich gefallen und sie zum Lesen motiviert hat. Der Wunsch nach einer Wiederholung wurde geäußert. Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, wäre es auch denkbar, für die restlichen Fünftklässler eine Aktion dieser Art noch in diesem Schuljahr nachzuholen.


Text: Judith Heugel Fotos: Gertraud Korn

Modernes "Weltende"

Gedichte neugestalten und auf die heutige Zeit beziehen – damit setzte sich die Klasse 10D im Deutschunterricht auseinander.
Im Rahmen der Literatursequenz „Expressionismus“ befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Autoren, Gedichten und deren Thematiken. Bezogen auf die gesellschaftlichen Umbrüche, Ängste und Katastrophen in der Zeit zwischen 1910 und 1925 entstanden viele Texte, die eine Weltuntergangsstimmung vermittelten. So auch das Gedicht „Weltende“ von Jakob van Hoddis, in welchem dem Leser mittels Naturkatastrophen, Krankheiten und Unfällen ein Einblick in die damalige Zeit gewährt wird.
Schnell wurde den Jugendlichen allerdings klar, dass auch heutzutage in der Gesellschaft immer wieder eine gewisse Weltuntergangsstimmung herrscht – ein modernes Weltende eben...

N. Morgott