„Läuft bei uns“ – Unter diesem Motto bestreitet die Klasse 9e der Staatlichen Realschule Taufkirchen/Vils mit ihrer Klassenleiterin Gabriela Linsmayer und Thomas Kebinger, Student der Heilpädagogik und als Heilerziehungspfleger bei den Barmherzigen Brüdern in Algasing tätig, ein Projekt, das seinesgleichen sucht.
Inklusion ist ein Begriff, der in der bayerischen Schullandschaft seit Jahren ein fester Bestandteil ist. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen in ihren Fähigkeiten gestärkt und ihre Selbstbestimmung damit gefördert werden.
Ganz nach diesem Vorbild ist das Ziel dieser Begegnung eine Sportpartnerschaft zwischen den Schülern und fünf betreuten Menschen aus Algasing. Dabei soll in Teams nicht nur der Benefizlauf an der Realschule, sondern auch der diesjährige Stadtlauf in Dorfen absolviert werden. Ein „Lauf-Gespann“ besteht jeweils aus einem Rollstuhlfahrer und mehreren Schülerinnen und Schülern, die diesen schieben bzw. betreuen.
Auf der Basis dieses Inklusionsgedankens wurde beim ersten Treffen am 10. Januar 2019 der Kontakt zwischen den Beteiligten mit einer deftigen Brotzeit und gemeinsamen Spielen hergestellt. Für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Gäste war von Beginn an klar, dass dieses Unterfangen etwas ganz Besonderes wird. Wie selbstverständlich wurde einander geholfen, zusammen gelacht und wunderbar miteinander umgegangen.
Das erste „Training“ fand nun am 14. März in der Turnhalle der Realschule statt. Unter der Leitung der Sportlehrkraft Stefan Schmaus wurde nach einer lockeren „Aufwärm-Übung“ mit einem Hindernis–Parcours demonstriert, dass Rollstuhlfahren nicht immer ganz einfach ist. Diese Erfahrung durften auch die Schülerinnen und Schüler mit einem „Rolli“ machen, wobei schnell klar wurde, dass hier die Profis aus Algasing definitiv „die Nase vorn“ hatten. Abschließend hatten alle noch große Freude beim „Teebeutel–Weitwurf“, bei dem viel gelacht und applaudiert wurde.
So war auch der zweite Besuch eine rundum gelungene Sache und alle Beteiligten freuen sich sehr auf ein baldiges Wiedersehen.
Schlussendlich kann man sagen, dass in diesem Projekt „Inklusion“ nicht nur ein Wort, sondern auch an der Freude in den Gesichtern der Teilnehmer abzulesen ist!

G. Linsmayer