KESCH

KESCH (= Kooperation Elternhaus-Schule) ist ein Programm der Stiftung Bildungspakt Bayern sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus. Ziel ist es, ein schulspezifisches Konzept zur Verbesserung der gemeinsamen schulischen Arbeit zwischen Lehrern, Eltern und Schülern zu erstellen.

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Die "alte" Schultafel wird digital

Zum Start in das Kalenderjahr 2014 war es an unserer Schule so weit: Alle Klassenzimmer und Fachräume wurden auf digitale Wandtafeln umgestellt. Als Sachaufwandsträger ermöglichte dies der Landkreis Erding.

Nun findet sich in jedem Unterrichtsraum ein interaktives White Board, welches zunächst einer herkömmlichen Tafel ähnelt. Allerdings ist es, wie der Name schon sagt, weiß, damit es als Projektionsfläche für einen fest integrierten Beamer dienen kann. Gesteuert wird das System durch einen Windows-Rechner mit Internetanschluss. Bereits fest geplant ist die Erweiterung der Anlage durch Tischkameras, welche den Tageslichtprojektor und Folien überflüssig machen. Mit diesen Geräten können bald Arbeitsblätter, Schulbuchtexte, Atlaskarten oder reale Gegenstände abgefilmt und der Klasse visualisiert werden. Somit steht dem multimedialen Unterrichten nichts mehr im Weg.

Einerseits kann das White Board wie eine altbekannte Tafel genutzt werden. Allerdings besteht der Unterschied darin, dass nicht mehr mit Kreide, sondern mit einem speziellen Eingabestift geschrieben wird. Dieser ist mit einer Computermaus vergleichbar und sorgt dafür, dass handschriftliche Texte, Zeichnungen, Formeln usw. über den Beamer an die Wandtafel projiziert werden. Dabei stehen die vielfältigsten digitalen Hilfsmittel, welche aus Textverarbeitungs- und Grafikprogrammen bekannt sind, zur Verfügung. Natürlich können beispielsweise die Farben und Strichstärken variiert, Formen und Abbildungen eingefügt und besondere Effekte genutzt werden. Durch die Tatsache, dass alle Tafelbilder nun digital auf dem Rechner vorhanden sind, ist es jederzeit möglich, diese zu speichern und erneut aufzurufen. Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil der besseren Lesbarkeit, da das übliche „Spiegeln“ der herkömmlichen Tafeln deutlich reduziert ist und weil Einzelheiten vergrößert oder besonders hervorgehoben werden können. An den Seitenflügeln des White Boards kann außerdem mit wasserlöslichen Filzstiften per Hand geschrieben werden, falls dies erforderlich ist.

Andererseits bietet das neue System eine Vielzahl weiterer Einsatzmöglichkeiten: Über den vorhandenen Computer mit DVD-Rom-Laufwerk, USB-Anschluss und Speicherkarten-Leser können jegliche digitale Medien wiedergegeben werden. So finden Präsentationen, animierte Grafiken, Videoclips, Filme, Musik etc. problemlos den Weg in den Unterricht. Ein besonderer Vorzug im Umgang mit der Neuerung besteht darin, dass es nicht mehr nötig ist, einen Beamer oder Ähnliches extra aufzubauen, einzustellen und eine geeignete Projektionsfläche zu finden. Das White Board steht als zentraler Medienträger und fester Bestandteil vorne im Klassenzimmer und ist sofort einsatzbereit.

Als weitere wertvolle Ergänzung des Unterrichts ist die Möglichkeit zu nennen, dass die Lehrkräfte nun jederzeit mit den Schülerinnen und Schülern das Internet nutzen können. Somit ist die unmittelbare Beschaffung von Informationen im World Wide Web kein Problem mehr. Durch dieses „Fenster in die Welt“ werden Aktualität und Spontanität noch mehr großgeschrieben.

Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben sich auf diese Umstellung schon im Vorfeld durch Literatur und schulinterne Fortbildungen vorbereitet. Darüber hinaus steht der tägliche Austausch im Kollegium über das neue Arbeitsgerät im Mittelpunkt. Natürlich fehlt es zum Teil noch an Routine und man wird lange Zeit immer wieder Neues herausfinden und weitere Einsatzmöglichkeiten und Bedienkonzepte entdecken. Trotzdem kann man bereits jetzt sagen, dass der Umstieg geglückt ist und die Realschule Taufkirchen (Vils) bestens für das digitale Zeitalter gerüstet ist.

A. Körner


 

 

Schulgeschichte

Bereits 1971 wurde vom Landkreis der Antrag an das Kultusministerium gestellt, in Taufkirchen (Vils) eine Realschule zu errichten. Zwei Jahre später war es dann so weit. In den Räumen der Zentralschule konnte der Unterrichtsbetrieb mit 143 Schülerinnen und Schülern aufgenommen werden. 4 Klassen wurden von fünf hauptamtlichen Lehrkräften unterrichtet, mit der Schulleitung wurde Rudolf Gamon beauftragt.

1977 errichtete der Landkreis Erding als Sachaufwandsträger das neue Schulgebäude für 11,6 Mio DM an der Attinger Straße.
Im Jahr 1982 gab es einen Wechsel in der Schulleitung: auf Rudolf Gamon folgte Dr. Josef Osterholzer.

1985 führte die Schule das Wahlfach Informatik im Schulversuch ein und vier Jahre später wurde ein eigener Computerraum genehmigt.

1990 stellte die Schulleitung wegen anhaltender Raumnot den Antrag auf Erweiterung des Schulgebäudes.
Im selben Jahr erhielt die Schülerzeitung der RS Taufkirchen den 1. Preis.

Schulleiter Dr. Josef Osterholzer ging 1995 in Ruhestand und wurde von Frank Höhne abgelöst.

Im Jahr 1999 besuchte Staatsminister Hans Zehetmair die Schule. Von 1999 bis 2004 nahm die Schule am Länder übergreifenden Schulversuch QuiSS/PROKUS (Professionalisierung und Kontroll- und Unterstützungssysteme als Beitrag zur Schulentwicklung und Qualitätssicherung in Schulen) teil.

Eine große Veränderung bedeutete die Einführung der R6 im Jahr 2000. Sechs Klassen mussten ausgelagert werden und wurden im Wasserschloss, alten Pfarrheim, im Feuerwehrhaus und in der Hauptschule unterrichtet bis im Februar 2002 die Räume im Erweiterungsbau bezogen werden konnten.

2004 wurde der Neubau der Zweifachturnhalle abgeschlossen, die Schülerzeitung „Chilly" erhielt den ersten Preis im Aufsichtsbezirk Oberbayern-Nord und die Schule wurde mit dem i.s.i – Preis für ihre Schulentwicklungsarbeit geehrt.

Der Landkreis kaufte das ehemalige Rathaus und baute es so um, dass es ab 2006 als zusätzliche Erweiterung genutzt werden kann.
In den Jahren 2006 bis 2010 nahm die Schule am Schulversucht KompaSS (Kompetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein) teil.

Nach 15 Jahren wechselte die Schulleitung im Jahr 2010 von Frank Höhne auf Andreas Noll. Ihm folgte in dieser Funktion 2012 Josef Hanslmaier.

Die Schule ist 2014 vollständig mit interaktiven Tafeln und Dokumentenkameras ausgestattet worden.

Derzeit werden an der Realschule Taufkirchen (Vils) 978 Schüler in 37 Klassen unterrichtet. Der Unterricht wird von 68 Lehrkräften gestaltet.